Jugendhilfe

JumP- Jugend mit Perspektive


Bei „JumP-Jugend mit Perspektive“ handelt es sich um eine ambulante Jugendhilfemaßnahme nach dem SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) mit dem Schwerpunkt: Verselbständigung .


Jugendliche haben oft ein starkes Verselbständigungsbedürfnis, das häufig mit der tatsächlichen Kompetenz in Bezug auf Alltag, Schule/Beruf und psychischer Belastbarkeit nicht im Einklang steht.


Ziel von JumP ist es, realistische Perspektiven in schulischer, beruflicher und lebenspraktischer Hinsicht für ein selbständiges und eigenverantwortliches Leben in der eigenen Wohnung bzw. in einer WG zu erarbeiten.

Was erwarten wir? Mitwirkung!

  •  Vereinbarung und Einhaltung von Terminen
  • Absprachefähigkeit und -bereitschaft
  • Die Bereitschaft an Perspektiven für persönliche, schulische und berufliche Entwicklung zu arbeiten

Welche Ziele verfolgen wir?

Unser Ziel ist es den Jugendlichen Strategien zu vermitteln, um sich sicher und verantwortlich im normalen Alltag zu bewegen. Die Jugendlichen sollen die Möglichkeit erhalten, sich schrittweise eine eigene Lebensgestaltung zu erarbeiten, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, Problematiken zu erkennen und zu bearbeiten, um später erfolgreich entstehenden Problemsituationen Stand zu halten. Dabei ist es unser Anliegen individuell und den Möglichkeiten entsprechend zu fördern, immer mit dem Anspruch, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Entscheidend für den Erfolg der Hilfe ist, dass die Jugendlichen in schulische oder berufliche Maßnahmen oder Ausbildung eingebunden sind oder eine konkrete Perspektive für schulische oder berufliche Maßnahmen entwickeln können und möchten.

Zielgruppe, Voraussetzungen Ausschlusskriterien


Geeignet für JumP sind Jugendliche ab 15 Jahren oder junge Volljährige,

  • die bereit sind, am Erfolg der Maßnahme mitzuwirken und sich an Absprachen zu halten
  • die aus stationären Hilfen (§ 34) herausgewachsen sind
  • bei denen familiäre Konflikte im Elternhaus einen Verbleib dort erschweren oder unmöglich machen
  • die ohne Unterstützung nicht in ausreichendem Maße eigenverantwortlich ihren Lebensalltag in Form von Schule, Ausbildung, soziale Kontakte etc. gestalten können
  • die sich auf Grund ihrer Biographie in der Verselbständigungsphase befinden und Unterstützung bei dem Selbständigkeitsprozess möchten
  • die einen so hohen Grad an Selbständigkeit aufweisen, dass sie keine „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“ mehr brauchen
  • die bereit sind, an Perspektiven für die persönliche, schulische und berufliche Entwicklung zu arbeiten
  • für die im Rahmen des Hilfeplanverfahrens (§ 36 SGB VIII) festgestellt wurde, dass JumP konzeptionell geeignet ist (Voraussetzung: § 7 Abs. 1 Satz 1 SGB II und § 22 Abs. 5 SGB II)



Nicht geeignet sind Jugendliche

  • mit alltagsbestimmendem Drogen- und Alkoholkonsum
  • mit einem Bedarf an intensiver psychiatrischer Betreuung
  • die suizidgefährdet sind
  • die sich prostituieren

Um welche Betreuungsinhalte geht es bei JumP?


  • Unterstützung bei der Wohnungssuche
  • Vermittlung von Handlungskompetenzen bei der Sicherung des Lebensunterhalts, einen Überblick über das Sozialsystem und bürokratischer Kompetenzen für die Lebensführung
  • Organisation des eigenen Haushaltes und Erfüllung von Pflichten 
  • Selbständiger und verantwortungsvoller Umgang mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln
  • Entwicklung von schulischen und beruflichen Perspektiven, vor allem realistische Perspektivenplanung in Richtung Schulabschluss, Ausbildung oder berufsvorbereitende Maßnahmen; Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit
  • Ausbau der eigenverantwortlichen Lebensführung, vor allem Umgang mit Geld, Kontoführung, Alltagsstrukturierung, Haushaltsführung, Einkauf
  • Ausbau persönlicher Kompetenzen, vor allem Umgang mit Krisen, verantwortungsvoller Umgang mit sich selbst
  • Ausbau sozialer Kompetenzen, vor allem Kritik- und Konfliktfähigkeit, Kontaktfähigkeit, Empathie
  • Aufbau bzw. Fortführung von Kontakten zu den Eltern und anderen Angehörigen, soweit dies vom Jugendlichen gewünscht wird
  • Positive Beziehungsgestaltung innerhalb des sozialen Lebensumfeldes
  • Verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität / Verhütung
  • Sensibilisierung für eigene Bedürfnisse und Entwicklung von Rücksichtnahme für fremde Bedürfnisse
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